Ersatz-Betriebserlaubnis
(Zweitschrift, Ersatz-ABE)
für Mofa, Moped & Mokick erhalten

     
Auf dieser Seite werden die erforderlichen Schritte für eine Ersatzausfertigung einer Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) beschrieben.

Zuerst benötigt man eine Unbedenklichkeitsbescheinigung.
Dieses Dokument bestätigt, daß das Fahrzeug weder als gestohlen gemeldet noch daß die originale ABE aufgrund technischer Mängel eingezogen wurde.
Die Unbedenklichkeitsbescheinigung stellt entweder die örtliche Polizei (meist kostenlos) oder die zuständige KFZ-Zulassungsstelle (hier in der Regel gegen eine Gebühr) aus.
Diese Unbedenklichkeitsbescheinigung ist die absolute Voraussetzung für die Beantragung einer neuen ABE für das jeweilige Mofa, Moped oder Mokick. Die folgenden Schritte sind nur möglich, wenn man eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für das entsprechende Fahrzeug besitzt .

Hat man die nötige Unbedenklichkeitsbescheinigung erhalten, gibt es nun zwei Wege eine neue Fahrzeug-ABE zu bekommen.

       
1. direkt beim Hersteller oder
ggf. beim Importeur
das scheidet bei der Marke DEMM
für unsere Fahrzeuge leider aus
       
2. Vorführung beim TÜV    
       

Da die erste Möglichkeit (Herstelleranfrage) für uns ausscheidet, bleibt nur der Weg über den TÜV.

Hier ist eine Einzelabnahme des Fahrzeugs fällig, die auch mehr kostet. Das Fahrzeug muß beim TÜV vorgeführt werden und wird auf die Verkehrssicherheit und Übereinstimmung des technischen Zustands mit den zu dem Fahrzeug gehörenden Daten geprüft.
Obwohl der TÜV normalerweise Zugang zu den technischen Daten des jeweiligen Fahrzeugs hat und diese natürlich auch abfragen kann, wird es sicherlich hilfreich sein, eine Kopie einer ABE eines baugleichen Fahrzeugs zu hand zu haben.
Ist alles in Ordnung, wird eine neue ABE ausgestellt.

Die Kosten dazu liegen meist bei mindesten 50,-- Euro.

 
Niemals jedoch sollten Sie versuchen eine fremde ABE, die nicht zum Fahrzeug gehört, an das vorhandene Fahrzeug "anzupassen". Das wird in jedem Fall als Urkundenfälschung und somit als Straftat geahndet. Auch der Kauf und Gebrauch einer gefälschten oder verfälschten ABE ist strafbar.
 
Interessant finde ich in dem Zusammenhang unter anderem die Ausführungen unter:

http://dejure.org/gesetze/StGB/267.html

 
Natürlich gibt es viele Informationsseiten in unterschiedlicher Qualität zu diesem Thema. Alle diese Seiten kann ich hier gar nicht aufzeigen. Dazu bedient man sich am besten einer der etablierten Suchmaschinen.
Nachfolgend habe ich aus einem Internet-Verkaufsangebot ein absolutes Negativ-Beispiel einer verfälschten ABE anhand einer Zündapp-ABE:
 
Verfälschte ABE
 
Originale ABE
für ein 1971er Zündapp-Mofa Typ 442-17
 

Auf der dilettantisch verfälschten ABE (linkes Bild) ist im oberen Teil zwei Mal eine Ziffer mit einer sieben überschrieben worden. Nachfolgend wurde die ursprüngliche Fahrgestell- und Motornummer mit Papierstreifen überklebt und jeweils eine "neue" Nummer eingetragen. Zu guter letzt ist dann noch die Jahreszahl des Ausgabedatums ebenfalls von Hand in 28.07.71 geändert worden.

 

14.02.2016